
...Deutschlands ältester Weinberg in Rhodt unter der Rietburg in der Pfalz liegt?23.000 Hektar Anbaufläche und eine jährlichen Sonnenstundenzahl von 1800 Stunden - diese Zahlen kennt fast jeder zum Weinbaugebiet Pfalz. Doch was die wenigsten wissen: In der Pfalz befindet sich auch der älteste Weinberg Deutschlands. In der Lage Rhodter Rosengarten in Rhodt unter der Rietburg werden Gewürztraminer-Reben kultiviert, die fast 400 Jahre alt sind. Übrigens: Die Metropolregion kann beim Thema Wein mit einem weiteren Superlativ aufwarten: In keiner deutschen Metropolregion gibt es mehr Anbaufläche für den Rebensaft. Und auch bei der Anzahl der Weinbaugebiete ist die Metropolregion mit vier (Baden, Hessische Bergstraße, Pfalz und Rheinhessen) Spitze! |
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…der jüngste Grand Prix-Sieger der Formel 1-Geschichte aus der MRN kommt?
Es war der schönste Tag seines Lebens: Im Alter von 21 Jahren und 72 Tagen verwies Formel 1-Youngster Sebastian Vettel beim Großen Preis von Monza die Konkurrenz mit seinem Außenseiter-Auto von Toro Rosso auf die Plätze. Bei seinem 22 Rennen in der Königsklasse dominierte der gebürtige Heppenheimer das Feld mit einem strategisch geschickt herausgefahrenen Start-Ziel-Sieg - ein „Meisterstück“ urteilte selbst Formel 1-Legende Niki Lauda staunend. Am Ende seiner ersten komplett gefahrenen Saison belegte Vettel, der wohl schnellste Sohn der Metropolregion Rhein-Neckar, mit 35 Punkten den hervorragenden achten Platz. |
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...Friedrich Schillers „Räuber“ in Mannheim uraufgeführt wurde?Friedrich Schillers (1759 Marbach – 1805 Weimar) berühmtes Sturm-und-Drang-Drama wurde 1781 zunächst anonym veröffentlicht und 1782 im vier Jahre zuvor gegründeten Mannheimer Nationaltheater mit Nennung des Verfassers uraufgeführt. „Die Räuber“ gilt heute weit mehr als ein bloßes Familiendrama: Stärker noch als in Schillers Kabale und Liebe (1784) oder auch Lessings hochpolitischem Aufklärungs-Drama Emilia Galotti (1772) sind die antifeudalen, revolutionären Motive der Sturm-und-Drang-Zeit in diesem Stück ausgebildet. Mit den „Räubern“ fand die soziale Realität des 18. Jahrhunderts – Massenarmut und hohe Kriminalität – deutlicher als jemals zuvor Eingang in die Literatur. Die Reaktion des Mannheimer Publikums fiel unerwartet euphorisch aus und die Nationaltheater-Premiere geriet zu einem sensationellen Erfolg. So kam es nach der etwa fünfstündigen Uraufführung am 13. Januar 1782 gar zu tumultartigen Szenen, welche ein Augenzeuge wie folgt beschrieb:
„Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße, heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe zur Thüre. Es war eine Auflösung wie im Chaos, aus deßen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht“ (Anton Pichler, Chronik des Großherzoglichen Hof- und Nationaltheaters in Mannheim, Mannheim 1879, S. 67f; zit. nach: Grawe 2004). |
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...in der Metropolregion Rhein-Neckar der erste moderne Kaiserschnitt der Medizingeschichte durchgeführt wurde?Am 25. September 1881 wurde der Gynäkologe und Ordinarius für Geburtshilfe an der Universität Heidelberg Ferdinand Adolf Kehrer zu einer Entbindung nach Meckesheim im Rhein-Neckar-Kreis gerufen. Nach massiven Problemen bei der Entbindung entschloss sich Kehrer zum Kaiserschnitt. Der Küchentisch fungierte als Operationstisch, zwei Öllampen sorgten für die entsprechende Beleuchtung. Anders als bei der „radikalen Variante“ setzte er den Schnitt jedoch erstmals in der Medizingeschichte nicht längs, sondern quer und konnte so verhindern, dass die Gebärmutter entnommen werden musste. Zum Schluss vernähte er die Gebärmutter mit einer sicheren Doppelnaht. Die Vorkommnisse in Meckesheim fasste er in seiner Schrift „Über ein modifiziertes Verfahren beim Kaiserschnitte“ zusammen, in der Folgezeit sank die Müttersterblichkeit bei Kaiserschnitt von 50 % auf unter 1 %. |
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...Hostien von Mannheim aus in alle Welt verschickt werden?Sie sind zwischen 3,5 und 23 Zentimeter groß und aus ungesäuertem Mehlteig - die Rede ist von Hostien. Seit 50 Jahren werden Tag für Tag mehrere tausend Stück der kleinen Brotscheiben in der Opferbrotbäckerei Stasius in der Mannheimer Schwetzingervorstadt gebacken und von dort aus in die ganze Welt verschickt. |
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...es ein Gen gibt, das den Namen der Stadt Mannheim trägt?2005 entschlüsselten Forscher der Universitätskliniken von Heidelberg und Mannheim die genetische Ursache von Nierenversagen bei Diabetes. Sie fanden und erforschten die Erscheinungsform eines Gens, das normalerweise vor Nierenschäden schützt. Die Erscheinungsform nannten sie schließlich „Mannheim-Gen“. In Wissenschaft und Forschung ist dieser Name seither bestens bekannt. |
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...Wolfgang Amadeus Mozart in Mannheim sein Herz verlor?Wussten Sie schon, dass Wolfgang Amadeus Mozart in Mannheim sein Herz verlor? Hier auch 1790 eine Aufführung seines „Figaro“ dirigierte? Und sich in Aloysia Weber verliebte, deren Schwester Constanze er später heiratete? Unter Kurfürst Carl Theodor war im 18. Jahrhundert ein reges Kulturleben in Mannheim und Umgebung entstanden. Wolfgang Amadeus ließ sich von dessen gutem Ruf herlocken und genoss seine Zeit an Neckar und Rhein.
...Elvis Presley auch in Mannheim tanzte?Dass Bill Haley ihn zu Begeisterungsstürmen hinriss? Während seiner Frankfurter Militärzeit besuchte der spätere „King des Rock’n’Roll“ ein Mannheimer Konzert von Bill Haley – der gilt bis heute noch als Initialzünder des Rock’n’Rolls und hat Presley entscheidend beeinflusst. |
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...die Pfalz einmal französisch war?
Von 1798 bis 1815 gehörte die Pfalz als linksrheinisches, ehemals deutsches Gebiet zu Frankreich. Im Zuge der Revolutionskriege hatten französische Truppen die Pfalz besetzt. Erst mit den Verträgen des Wiener Kongresses wurde die Region wieder deutsch, allerdings fiel sie zunächst an das Königreich Bayern – als Ersatz für Gebiete, die König Ludwig I. an Österreich abtreten musste. |
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...schwarz-rot-gold zum ersten Mal auf dem Hambacher Schloss wehte?Beim Hambacher Fest am 27. Mai 1832 wurden als Symbol für das Streben nach Freiheit, Bürgerrechten und deutscher Einheit erstmals schwarz-rot-goldene Trikoloren in größerer Anzahl geschwenkt. Die drei Farben waren in der Burschenschaftsbewegung bereits weit verbreitet, allerdings, wie auf vielen Darstellungen des Hambacher Fests zu sehen, noch in umgekehrter Reihenfolge. Die Hauptfahne des Hambacher Festes, eine Trikolore in der heutigen Farbreihenfolge und mit der Aufschrift „Deutschlands Wiedergeburt“, ist noch immer im Hambacher Schloss zu bewundern - allerdings in einer Museumsvitrine. |
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